Der steigende Wettbewerbsdruck und der zunehmend härter werdende Kampf um den Kunden zwingen Unternehmen immer intensiver über Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und bestmöglicher Wertschöpfung durch schlanke innerbetriebliche Abläufe nachzudenken. Das ist keine neue Erkenntnis aber unverändert zutreffend.

Dem Verständnis des Lean Managements folgend erreichen Unternehmen bestmögliche Wertschöpfung durch schlanke innerbetriebliche Abläufe. Schlanke innerbetriebliche Abläufe durch anforderungsgerechte Prozessabläufe resp. Geschäftsprozesse.

Als anforderungsgerechte Geschäftsprozesse sind diejenigen zu verstehen, die sicherlich auf die erforderlichen Ressourcen, vordergründig aber auf die Erwartungen der Kunden ausgerichtet sind. Und schon befinden wir uns mittendrin im Prozessmanagement.

Zentrales Thema des Prozessmanagement ist die Wertschöpfung, konkret die Fokussierung von Unternehmen auf wertschöpfende und Wertschöpfung bringende Prozesse. Hierbei ist Prozessmanagement nicht nur als Methode zur Prozessverbesserung zu verstehen. Prozessmanagement umfasst vielmehr auch die Strategie und Kultur eines Unternehmens sowie die vergleichende Prozessbewertung. Durch das kritische Hinterfragen tradierter Ablaufmuster eröffnet Prozessmanagement Chancen für Unternehmen (Simon und Hientzsch, 2014, S. 1).

Prozessmanagement leitet eine Prozessstrategie aus der Unternehmensstrategie ab und entwickelt eine Prozesskultur, die gelebt wird. Die Prozessstrategie bestimmt Art und Zweck der Prozesse, zeigt deren Zusammenwirken auf, verknüpft die Prozesse mit der Ablauforganisation und priorisiert die Prozesse untereinander. Prozessstrategie schafft durch die Benennung von Prozesseignern zudem Verantwortlichkeiten für Prozesse und steigert dadurch die Verbindlichkeit von|für Prozesse, deren Implementierung, Überwachung und Weiterentwicklung (a.a.O., S. 2f). Hierzu erfahren Sie mehr in der Lektion „Prozessvisualisierung und -Modellierung“.

Prozessmanagement beginnt mithilfe der Prozessstrategie mit der Entwicklung von Prozessen, implementiert und führt sie, steuert mittels Prozessen und entwickelt somit eine Prozesskultur im Unternehmen.

Prozessstrategie wird auf die einzelnen Prozesse übertragen, wodurch sich das erwünschte Prozessergebnis an der Strategie orientiert und in besonderer Weise die Erwartungen der Kunden berücksichtigt (a.a.O, S. 3). Die prozessbezogene Sicht des Qualitätsbegriffes verdeutlicht dies aus einer anderen Perspektive:

Abb1.: Prozessmanagement (eigene Darstellung)

„Qualität ist das Einhalten von Spezifikationen, jede Abweichung impliziert eine Verminderung, hervorragende Qualität entsteht durch eine gut ausgeführte Arbeit, deren Ergebnis die Anforderungen zuverlässig und sicher erfüllt.“(Kamiske und Brauer, 2011, S. 167).

Sie haben jetzt einen ersten Eindruck zum Prozessmanagement erhalten – aber wirklich nur einen ersten Eindruck. Zur Vertiefung stehen für Sie die Lektionen

  • Prozesse in Unternehmen
  • Prozessorientierter Ansatz
  • Prozessvisualisierung und -modellierung
  • Prozessanalyse und -verbesserung

bereit, die Ihnen Kenntnisse über

  • die Notwendigkeit und Wirksamkeit von Leistungsprozessen in Unternehmen,
  • prozessorientiertes Denken und Agieren,
  • die Möglichkeiten zur Visualisierung von Prozessen,
  • die Nutzung von Prozessen als Steuerungsinstrument und
  • kontinuierliche Verbesserung durch prozessuale Abläufe

vermitteln.

Nach dem Kurs sind Sie in der Lage

  • Kundenerwartungen und innerbetriebliche Leistungsabläufe in Übereinstimmung zu bringen bzw.
  • die innerbetrieblichen Leistungsabläufe passgenau auf die Erwartungen Ihrer Kunden abzustimmen,
  • die Leistungsprozesse in Ihrem Unternehmen „lean“ zu gestalten und
  • damit zur Zufriedenheit Ihrer Kunden beizutragen.

Wir wünschen Ihnen einen bereichernden Kursbesuch.

 


Verwendete Literatur:

Kamiske, G.F. und Brauer, J.-P. (2011). Qualitätsmanagement von A – Z. Wichtige Begriffe des Qualitätsmanagements und ihre Bedeutung. 7., aktualisierte und erweiterte Auflage. München, Wien: Carl Hanser Verlag

Simon, C. und Hientzsch, B. (2014). Prozesseigner. Wissen & Methoden für Manager von Unternehmensprozessen. Wiesbaden: Springer Fachmedien

Kurs Kurrikulum

Mach Deinem Unternehmen den Prozess 00:00:00
Orientierung(-slosigkeit?) in Prozessen 00:00:00
Bastelstündchen – Prozessmodellierung und -visualisierung 00:00:00
Was denkt der Kopf des Kunden? – Prozessanalyse und kontinuierliche Verbesserung 00:00:00

Course Reviews

N.A

ratings
  • 5 stars0
  • 4 stars0
  • 3 stars0
  • 2 stars0
  • 1 stars0

No Reviews found for this course.

KURS BUCHEN
  • KOSTENLOS
  • 1 Woche, 3 days
1 STUDENTS ENROLLED
X
Zur Werkzeugleiste springen