Corona Kata oder Corona Kater?

9 Hinweise aus der Praxis – so vermeiden Sie den Produktions-Hangover!

Die Corona-Challenge

In Zeiten von Kontaktbeschränkungen stellen sich viele Führungskräfte die Frage, welche Standardroutinen zwingend weiter aufrechterhalten werden müssen. Es wird abgewägt, inwieweit Routinen wie beispielsweise Besprechungen in ihrer Frequenz angepasst werden können oder gar verschoben werden sollten, ohne Auswirkungen auf die Produktions- und systemrelevanten Bereiche befürchten zu müssen.

Unter Berücksichtigung der empfohlenen Kontaktbeschränkungen ist die Auswahl an möglichen Kommunikationswegen überschaubar. Daher stellt sich die Frage, wie die nachweislich wirksame SFM-Systematik situationsgerecht angepasst und ob der Ablauf 1:1 weitergeführt werden kann.

Wir stellen uns die Frage, ob die KATA-Routinen im Rahmen des Shopfloor-Managements für die Wettbewerbsfähigkeit in der heutigen Krise einen essentiellen Unterschied machen?

Unsere OpEx-Insights

Folgende Beobachtungen haben wir in den letzten Corona-Wochen sammeln können:
Um die Produktion sicherzustellen, haben viele Firmen alternative Präsenzkonzepte entwickelt, wie z.B. die Installation alternierender Führungsteams. Viele gute Firmen meistern diese turbulenten Zeiten, indem sie pragmatisch aber dennoch stringent der vorgegebenen Methode folgen.
Die Top-Firmen haben erkannt, dass die Coaching-KATA mit der dazugehörigen Routine essentiell sind und daher, trotz Kontaktbeschränkungen, aufrecht erhalten werden müssen.

Erfahrungen aus der Praxis

Top-Prinzipien, die ohne und in Krisen wirken:
  1. Entferntes Shopfloor-Management darf Führung und KATA vor Ort nicht untergraben
  2. Eine Echtzeit-Entscheidungsfähigkeit muss weiterhin gewährleistet sein
  3. Die Informationsverfügbarkeit und -transparenz ist virtuell und vor Ort gesichert
  4. Es muss nicht von Beginn an perfekt sein – Geschwindigkeit steht vor der perfekten „App“

Kurzfristige Umsetzungsbeispiele aus der Praxis:
  • Lösung für digitale Visualisierung durch Online-Dashboards wie z.B. Scorecards nutzen
  • Etablierte Abläufe und Rollen werden beibehalten – es wird am interdisziplinären Austausch zwischen dem Home-Office und vor Ort durch Online Meetings festgehalten
  • Coaching Kata gerade jetzt weiterführen – im Video-Call arbeiten Coach und Coachee an der Performance und tauschen sich wie gewohnt aus
  • Potential-Kandidaten jetzt vermehrt fordern und fördern – bei begrenzter Digitalisierungsmöglichkeit die Verantwortung bewusst und gesteuert übertragen
  • Maßnahmen beschließen, priorisieren und die Nachverfolgbarkeit z.B. im Excel-Themenspeicher sicherstellen


Welche Erfahrung machen Sie in der Corona-Krise in Bezug auf Routinen? Teilen Sie uns mit, welche Erkenntnisse Sie in den letzten turbulenten Wochen machen konnten.

29. Mai 2020
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